Tanzcafé für Demente: Schüler der BBS I helfen begeistert mit

Christinenstift: Singen und Sitztanz - Idee der Alzheimergesellschaft

(jr) „Man braucht einen langen Atem", sagt Dr. Hannelore Demski, Chefin der Alzheimergesellschaft im Landkreis Gifhorn, über die Etablierung des Tanzcafes für Menschen mit Demenz. Dieses fand gestern zum zweiten Mal im Gifhorner Christinenstift statt.

„Aber diesmal sind schon mehr Betroffene von außerhalb gekommen, als beim ersten Mal", freute sich Vorstandsmitglied Karl Steding. Neun Nicht-Heimbewohner nahmen an dem Nachmittag teil, der wieder von der 16-köpfigen Pflegehelferklasse der BBS I organisiert und gestaltet wurde: „Die Schüler sind mit Begeisterung dabei", erklärt Lehrerin Petra Scheidel.

Zum Programm gehörten neben dem gemeinsamen Singen von Liedern auch Sitztanz und normales Tanzen. Die Idee für das Tanzcafe kam von der Alzheimergesellschaft, die Örtlichkeit - den Saal des Christinenstifts - stellte die Diakonie Kästorf. Gestern füllten insgesamt etwa 40 Menschen - Schüler, Demenzkranke und Angehörige - den Raum.

„Tanzen kann Therapie sein", betonte Demski. Es sei eine Form körperlicher Aktivität, die Freude mache. Das Tanzcafe biete die Möglichkeit der gesellschaftlichen Teilhabe und sei ein Weg aus der Isolation: „Gerade Menschen; denen Sprache und Gedächtnis verloren gehen, brauchen Kontakt, Berührung und Kommunikation."

Quelle: Aller-Zeitung
Fotos: Photowerk