Tag der offenen Tür - Bewegungsgruppe „Sich regen bringt Segen“


Kreisrat Rolf Amelsberg begrüßte die Teilnehmer der Bewegungsgruppe und die zahlreichen GästeZum Abschluss der Aktionswoche der Lokalen Allianz für Menschen mit und ohne Demenz luden die Alzheimer Gesellschaft im Landkreis Gifhorn und der Seniorendienst Kümmern und So e.V. am 23. September 2016 zu einem Tag der offenen Tür der Bewegungsgruppe „Sich regen bringt Segen“ im Mehrgenerationenhaus ein.

Der Kreisrat für Jugend, Soziales und Gesundheit Herr Rolf Amelsberg begrüßte die Teilnehmer der Bewegungsgruppe und die zahlreichen Gäste.

An Infoständen des Pflegestützpunktes vertreten durch Petra Roßmannek und Ilka Ilgert-Jerke, der Alzheimer Gesellschaft im Landkreis Gifhorn mit Frau Astrid Korte und des Seniorendienstes Kümmern und So e.V. mit Frau Bettina Welminski und Antje Schmidt konnte man sich beraten lassen.

Die Übungsleiterinnen Frau Annegret Posseyer und Christiane Richter, die von einigen Laienhelferinnen unterstützt wurden, animierten die Teilnehmer der Bewegungsgruppe sich nach der MAKS-Therapie zu bewegen. Mit viel Spaß und Freude haben die Übungsleiterinnen ihr Programm vorgestellt und so vielleicht so manchen Teilnehmer für die Bewegungsgruppe gewonnen.
Auch die 1. Vorsitzende des Seniorendienstes Kümmern und So e.V. Frau Elisabeth Kruse-Schraknepper kam mit ihrer Klasse der Oskar-Kämmer Altenpflegeschule um die Bewegungsgruppe kennenzulernen.



Herr Schulte vom Mehrgenerationenhaus stellte nicht nur die Räumlichkeiten zur Verfügung,
sondern versorgte die Teilnehmer und Gäste auch mit warmen Butterkuchen und Getränken.



Die MAKS-Therapie ist eine multimodale, Ressourcen erhaltende, somit nicht-medikamentöse Therapie für Menschen mit Demenz. MAKS steht als Abkürzung für Motorische, Alltagspraktische, Kognitive und Spirituelle Aktivierung.

Die MAKS-Therapieist wirksam, vor allem hinsichtlich alltagspraktischer Fähigkeiten; aber auch hinsichtlich der Gedächtnis- und Denkfähigkeit, da keine weitere Verschlechterung im systematischen Therapiezeitraum von 12 Monaten eintritt,verschafft den Teilnehmenden eine positiv erlebte Zeit in der Gemeinschaft,

  • verbessert die Stimmung durch Verminderung der Depressivität,
  • verbessert das Verhalten, indem sie das soziale Miteinander fördert und herausfordernde "störende" Verhaltensweisen vermindert,
  • wirkt genauso intensiv auf die Kognition wie die zur Zeit effektivsten Medikamente gegen Alzheimer Demenz (etwa gleiche Effektstärke),
  • wirkt intensiver auf die alltagspraktischen Fähigkeiten als die zur Zeit effektivsten Medikamente gegen Alzheimer Demenz (größere Effektstärke),
  • wirkt mindestens zwölf Monate lang, und
  • zeigt während der Therapie keine unerwünschten Wirkungen.

Zehn Monate nach Ende der systematischen MAKS-Therapie ist immer noch ein relevanter Therapieeffekt festzustellen, obwohl die Fähigkeiten durchschnittlich wieder nachlassen.
Die multimodale, Ressourcen erhaltende MAKS-Therapie für Menschen mit degenerativer Demenz bewirkt eine Stabilisierung der alltagspraktischen und kognitiven Fähigkeiten, und erhält somit die Selbstständigkeit im Alltag ganz ohne unerwünschte Wirkungen.
Multimodale Therapien sollten also so früh wie möglich begonnen werden, um die Ressourcen von Menschen mit Demenz zu erhalten. Dabei ist es wichtig diese Maßnahme kontinuierlich einzusetzen, um so nicht nur die alltagspraktischen, sondern auch die kognitiven Fähigkeiten so lange wie möglich zu erhalten.
In der Versorgung von Menschen mit Demenz können auch einzelne Komponenten der MAKS-Therapie jederzeit, sowie je nach Bedarf und in unterschiedlichen Lebensbereichen, angewandt werden. Wenn angesichts eines progredient verlaufenden Krankheitsbildes, Fähigkeiten für mindestens ein Jahr erhalten werden können – wie mit der MAKS-Therapie nachgewiesen – ist dies ein deutlicher und klinisch relevanter Therapieerfolg.